Sonntag, 4. Juli 2021

Die kleine Rundreise...

 

Ich liebe das Rheintal... 

... und wer Deutschland von Norden nach Süden durchquert kommt, glaube ich, an zwei Routen nicht vorbei... zum einen ist es das Weser- (das ich genauso liebe), und zum anderen das Rheintal... Also wer es entspannt angehen möchte, bei seiner Nord-Südtour... vor allem mit dem Motorrad... dem seien die Flüsse ans Herz gelegt...

Hatte ein paar Tage Zeit, wollte aus privaten Gründen in die Nähe von Köln, hatte keinen Bock auf die schnelle Auto/Autobahnlösung also hab ich eine kleine Rundreise draus gemacht. Gestartet im Allgäu an der Iller, (auch ein spannender Fluss)... 

Im allgemeinen sind die Flüsse in unserem Heimatland, aber auch in ganz Europa äußerst reizvoll... Auch Elbe und Oder oder die "Querflüsse" also die von Ost nach West wie Main und Lahn oder die Donau vom Westen in den Osten fließend, geben tolle Routen mit spannenden Städten an Ihren Zusammenflüssen oder Ufern her... 

Also lange Rede... Mittwoch gestartet...  -Kurzentschlossen- und erst am späten Nachmittag. Über Lindau dem östlichen Bodenseeufer gefolgt. -Und- Wenn man es genau nimmt, bin ich hier ja schon am Rhein angelangt... schließlich ergießt er sich, aus den Schweizer Bergen kommend bei Bregenz  in das "Schwäbische Meer". In Tuttlingen habe ich mich dann "zur Ruhe gebettet" nicht ohne vorher dem dortigen Irish Pub einen mit Guiness gekrönten Besuch abzustatten...

 

Von Tuttlingen ging es dann auf Freudenstadt zu..., Hier begann der Abstieg ins "klassische" Rheintal. Die "Murg" -wieder so ein Fluss- sucht sich zwischen Freudenstadt und Rastatt in wunderschönen Kurven ihren Weg zum Rhein und weiter in die Nordsee... Ein paar Straßenbauer müssen sich gedacht haben "super Idee" und haben flugs ein nettes Sträßchen nebenan gebaut, nu fehlt es nur noch an ein paar Mopedfahrern die die Mühen denn auch honorieren...

Ich hab´s getan... und Rastatt in etwa 80 Minuten erreicht. Hier über die B 36 Richtung Karlsruhe gewandt.  Bei Wörth am Rhein, selbigen Überquert um bei Speyer die A 61 bis Bingen zu nutzen... Hatte keine Lust auf das nervtötende rumgeeiere bei Ludwigshafen und Mannheim... dann besser die gähnende Langeweile auf der A 61...

Tja... und so bin ich dann bei Bingen wieder auf den Rhein gestossen... Wie man so schön sagt, den "romantischen"...

Den "kriegerischen" (Fest steht und treu die Wacht, die Wacht am Rhein) lassen wir mal lieber aus... "Burgen stehen stolz und schön" gehört woanders hin... (An der Saale hellem Strande) Stehen aber tolle Exemplare hier herum... "Ich weiss nicht was soll es bedeuten" (die Loreley). Ja! Die gehört hier hin, und an der geht es auch vorbei. Zwei Stunden weiter ist dann Bonn (Bundeshauptstadt ohne nennenswertes Nachtleben) also war zumindest früher so, als sie noch Bundeshauptstadt war... erreicht. Ich mag Bonn, gemütlich, nicht verschlafen, sehenswert... lebendige Studentenstadt! Und ja, warum nicht in Bonn bleiben? Oder nach Köln weiterfahren?

Eigentlich wollte ich Samstag dann erneut über Rastatt (find ich total cool, gibt n paar leckere Restaurants dort) wieder zurück... Nun mit Übernachtung also auch ein wenig sightseeing... Auf dem Rastplatz Wonnegau hab ich mich dann anders entschieden. Den Stopover gecancelt und stattdessen eine andere Route -Überland- genommen... (Sonntag drohen Gewitter...)

Also Karte rausgekramt... sorry, auch so eine meiner Eigenarten... bin auf dem Moped kein Freund von Navi + Co. Im Job im PKW - ok... aber wie ihr ja schon an meiner XJ erkennen könnt, bin auf dem Moped gerne Kind der 80er und eher "old school" unterwegs... Auch wenn die meisten Karten dann sehr schnell so aussehen...

Die neue Route lautet also: Bruchsaal - Bretten - Pforzheim - Calw - Tübingen - Sigmaringen - Ravensburg - Wangen - Immenstadt... Die Strecke zwischen Pforzheim und Calw war dann bei Bad Liebenzell gesperrt... Der Umweg über -Weil der Stadt- dann noch mal ärgerlich weil auch hier wieder Umleitungen... und alles nocheinmal verbunden mit einem (kurzen) Stück A 81.

Tübingen tritt dem Individualverkehr nicht wirklich aufgeschlossen gegenüber, ansonsten gibt man sich in dieser ecke Deutschlands ja sehr gerne tolerant und weltoffen. Hab´s aber überlebt... Dafür wird man aber bis nach Immenstadt mit solchen wunderschönen Sträßchen und auch Straßen belohnt. Am Ende des Tages standen schließlich 620 Kilometer mehr auf der Uhr... Die komplette Rundreise hat 1224 Kilometer gekostet, hat sich aber Bäärig gelohnt...


 

Freitag, 20. April 2018

Unterwegs im Morgenland - Burj Khalifa

Stahl, Glas, Beton, nicht ganz sechs Jahre Bauzeit... Einweihung 2010, 828 Meter Gesamthöhe... 55 Sekunden braucht der Aufzug um die Aussichts- / Besucherplattform im 124. Stockwerk zu erreichen. Visionär, Zukunftsweisend? Egal, Genial, einfach Genial...

Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktoum steht für das wirtschaftliche Leben Dubais... Ob er die Vision zu diesem Bauwerk hatte? Entwickelt und jetzt auch unter der Verwaltung von Emaar, der staatlichen Projekt und Entwicklungsgesellschaft... Über die Bauzeit von sechs Jahren komme ich nicht hinweg...
 

Den Frauen und Männer, die für den Bau stehen kann man zumindest als Gemälde begegnen...


Die Aufzüge starten in der Dubai Mall. Das Besucherticket sollte vorher über das Internet gebucht werden, es ist dann deutlich preiswerter...


Sollte man Hoch fahren? Sorry dürft ihr mich nicht fragen...  Ja, man sollte... Oder man sollte in meinen Augen gar nicht erst nach Dubai fliegen... Ja, natürlich kann man vom Turmbau zu Babel und von Größenwahn etc. faseln... Man kann es aber auch genießen...


Die Gebäudespitze soll man noch aus 100 Kilometern erkennen können... Es sind definitiv andere Dimensionen in denen in Dubai gedacht wird...


Gibt es noch mehr zu sagen? Ja, wahrscheinlich noch vieles - aber nicht hier und nicht jetzt...


Gestern stand in der Zeitung das in Hamburg aus den Tanzenden Türmen ein Fenster auf den Gehweg gestürzt ist...sechs Jahre Bauzeit...


Donnerstag, 19. April 2018

Unterwegs im Morgenland - in der Übermorgenstadt

Dubai- Superlativ - unendlicher Reichtum - alles ist machbar - Beton - Glas - Stahl - Shopping ohne Ende - Gold - künstlich- unnatürlich...  Auf dem Weg ins 21. Jahrhundert? Auf dem Flughafen steht was von "Tor nach Asien"


Wie nähert man sich einer Übermorgenstadt... Vorsichtig? Mit Schwung? Augen zu und durch? Ängstlich? Selbstbewusst? Attacke? Nun... Vorurteilsfrei - Dubai ist Imposant! Ja, es ist ein Superlativ wenn man es vom Möglichen, vom Machbaren betrachtet... Vor etwas mehr als dreißig Jahren war das hier ein kleines Fischernest... Wie lange braucht man in Berlin für einen Flughafen...?


Pragmatisch? ich hab mich Dubai mit dem Flugzeug genähert! Ausgestiegen, ins Taxi und erst mal ab ins Hotel... Gepäck aufs Zimmer... Cola an der Bar... (woanders in der Welt eher n Bier) Kamera und Rucksack geschnappt und  raus... ich will was sehen... Hitze... Auf dem Bild oben ist eine Metrostation zu erkennen... Ich denke für Dubai das geeignete Verkehrsmittel... Wichtig zu beachten... Männer haben vorne einzusteigen, die hinteren Waggons sind ausschließlich für Frauen reserviert... Männer haben dort nichts verloren und haben Strafe zu zahlen... (wenn sie erwischt werden)...  Und das hat nichts mit den Frauenparkplätzen in unseren Parkhäusern zu tun...


Natürlich kann man sich auch die Füße plattlaufen... vergesst es... zu heiß... die Entfernungen zu groß, Wege zu weit... Sucht euch das Viertel eurer Wahl heraus... Fahrt mit der Bahn oder dem Taxi hin... und dann könnt ihr dort auch draußen rumlaufen... Lasst aber n Tankwagen mit Wasser neben euch her fahren... 


Tja, und in der Tat sieht es hier aus wie es ständig im TV und Kino gezeigt wird... Und die Häuser... Sorry die Betonfestungen sind in der Tat alle hier... Aber die kennt man ja eh... Auf "The Palm" kann man übrigen auch mit der Metro gelangen...


Hotels? Jede Menge, für jeden Geldbeutel... Diesmal habe ich mich für das Mövenpick entschieden...
War die richtige Entscheidung... Wellness und Pool brauche ich nicht... Super Frühstück - freundliches Personal... 


Das Hotel liegt in Jumeirah Lakes Towers... hab mich nie unsicher gefühlt, auch Nachts nicht, habe es trotz der Türme als gemütlich empfunden... Fünf Fussminuten zur gleichnamigen Metrostation, von dort erschließt sich die Stadt... Supermärkte und alles zum täglichen Bedarf umliegend...


Na Lust bekommen?


Dienstag, 17. April 2018

Unterwegs im Morgenland - vorletzte Stunden

Vorletzte Stunden, so langsam heißt es Abschied nehmen... Noch nicht ganz, vom Morgenland...   Helge Sobik war es glaube ich, der vom Übermorgenland geschrieben hat... Wenn ich ein paar Tage unterwegs war, also so zwischen Moscheen, Bergen, alten Dhau´s und sonst so... und dann noch in der Nähe einer Übermorgenstadt bin, einer wie Dubai... dann ist klar das es einen Stopover geben muss...


Mit Büchern / Autoren  und der Sehnsuch die sie in mir auslösen habe ich die Reihe der Posts über den Oman begonnen. Gerne lese ich die Geschichten von Helge Sobik. Unter anderem hat er im Picus Verlag veröffentlicht... Vieles was er "Am Fluss der Gedanken"  In "Irgendwo im Nirgendwo Unterwegs an den Enden der Welt" über den Oman schreibt, habe ich so vorgefunden...  Auch seine "Lesereise Dubai" berichtet treffend über die Stadt über die ich euch in den kommenden Posts erzählen werde... Überhaupt mag ich die "Lesereise XY Ungelöst..." Reihe aus dem Picus Verlag und nutze sie zur Vorbereitung meiner Reisen...


Ebenso nutze ich gerne die Reiseführer aus dem Dumont-  sowie die aus dem Michael Müller Verlag... Ich halte sie für sehr gut recherchiert... Ausdrücklich betone ich hier das mich keiner der drei genannten Verlage irgendwie unterstützt...  Überhaupt habe ich diese Reise ausschließlich selbst finanziert...


Ungern buche ich Flüge oder Hotels über das Web... ja, auch hier bin ich Oldschool... Ich kommuniziere lieber direkt mit Menschen und habe auch gerne ausgedrucktes Papier in Händen... Egal ob es sich um Hotelbuchungen handelt oder um Flugreisen oder sonstige Passagen etc. ... Und wenn ich schon die Verlage erwähnt habe... Dank auch an das Team vom DER Reisebüro in Schleswig für die Geduld die ihr dort mit mir habt...


Die Reisen im Landesinneren habe ich vor Ort gebucht. Zahara Tours als deren Veranstalter kann ich ebenfalls enpfehlen...


Nun - und geflogen bin ich mit Oman Air... was soll ich sagen, der Flieger ist nicht abgestürzt, und wenn schon, wär ja auch nicht meiner gewesen... Spaß beiseite auch mit Oman Air -Frankfurt Muscat und Retour-  würde ich bedenkenlos wieder Fliegen, danke auch euch, hat Spass mit euch gemacht...


Und wer von euch, -mir leider unbekannten-,  für den Oman angefixt wurde... Würde mich freuen von euch zu hören, von den Erfahrungen die ihr dort macht, und überhaupt wo ihr unterwegs seid...


Inshallah - vielleicht komme ich ja mal wieder...





Montag, 2. April 2018

Unterwegs im Morgenland - in den Bergen

Genau betrachtet gibt es im Oman zwei Gebirge die den Namen verdienen... Das Hadjar- und das Dhofargebirge. Wie eine Sichel ausgebildet liegt das Hadjargebirge im Nordosten des Landes. Die Spitze der Schneide berührt mit der Halbinsel Musandan die Meerenge von Hormus und trennt so den Persichen Golf und den Golf von Oman, der Stiel der Sichel beginnt etwa bei Muscat und verläuft  von dort aus, ungefähr bis Sur, parallel zum Golf von Oman. Das Hadjar Gebirge wird in einen östlichen und einen westlichen Teil gegliedert. das Dhofargebirge befindet sich im Süden und berührt die Grenze zum Jemen.


Der östliche Teil des Hadjar, in dem wir uns bewegen, erreicht Höhen zwischen 1500 und 500 Metern. Einige sehr schöne Wadis befinden sich in ihm. Das Wadi Tiwi aus dem letzten Post z.B.



Als Wadi Dayqah Damm wird der größte Stausee des Omans bezeichnet. Er versorgt die Hauptsatdtregion mit Wasser. Fertiggestellt und geflutet 2009 erreicht seine Staumauer eine Höhe von 75 Metern bei einer Breite von etwa 400 Metern...  


Der tolle Blick in die phantastische Bergwelt lohnt den Abstecher hier hin allemal...


 Das, oder der, Wadi Dayqah ist einer der wenigen ganzjährlich Wasserführenden Flüsse des Oman



Beim Bau des Staudammes, wurde überwiegend Nachts betoniert zusätzlich musste der Beton  wegen der Gefahr des "schwindens" d.H. zu schnellem Wasserentzugs beim Abbindeprozess gekühlt eingebracht werden...


Ein weitere Abstecher lohnt ins Wadi Shab... aber von den kleinen Wasserfällen, die es nach einer halben Stunde Fußmarsch zu bestaunen gibt macht ihr euch besser selber ein Bild...


Sonntag, 1. April 2018

Unterwegs im Morgenland - weiter... weiter

Als Allah die Zeit schuf, schuf er sie reichlich - für uns deutsche oder, hmm... ich will es vielleicht anders ausdrücken. Für uns, die wir in der westlichen Hemisphäre, und Europa  -Deutschland in etwa in dessen Mitte- rechne ich zur westlichen Hemisphäre hinzu, oder sollte ich doch bessser Nordhalbkugel sagen... ? Egal... also der Spruch Time is Cash, time is Money... steht wohl in krassem Gegensatz zu dieser Weisheit...


Mir fällt da immer Momo, von Michael Ende und die Männer von der Zeitsparkasse ein... Ach so, wo wollte ich eigentlich hin? Also Zeit, ist im Oman etwas Ewiges... So hat man hier auch eine etwas andere Einstellung zur Zeit... Hektik ist unhöflich...  Die Reise sollte nicht nur deshalb mit genügend Zeit / Zeitpuffer geplant werden... Ruhetage -auch um die gewonnen Eindrücke zu verarbeiten- sind für mich gerade auf Fernreisen wichtig...


Dieses hektische rein und raus, ich mag es nicht... Möglichst viel möglichst in direkter Folge. Und wie ja schon mehrfach erwähnt... Wer ausschließlich zum Baden und Relaxen in die Ferne reist, und ansonsten in dem "Fremden" ausschließlich das "Unterentwickelte" sieht, der bleibe doch bitte daheim in seiner Strasse, seinem Tal, in seiner Kneipe...


Fliegen ist heute so billig wie nie, und sorry ich habe nicht wirklich verstanden warum dies so ist...
Und wenn der Tourismus auch Geld in die Kassen vieler spülen mag... Bin ich der Überzeugung das vieles in unserer Denk- / Sichtweise Krank ist...


jeder von uns, hat es durch sein Verhalten selbst in der Hand ob die negativen  oder die positiven Seiten des Tourismus -und ich bezeichne die positiven dann als Reisen- auch die Denkweise fremder Völker -über unseren westlichen Lebensstil- verändern mag... Manche vorbehalte muslimisch denkender Menschen haben durchaus ihre Berechtigung! Ballermanntourismus in den Oman... Wer genau hinschaut, Ansätze sind zu finden... Bitte ihr Entscheidungsträger in den großen Konzernen, die ihr euren Aktionären noch mehr und immer noch mehr Rendite bringen müsst... ihr Getriebenen und ihr Treiber... Haltet ein und denkt nach... Nicht nur Christen bezeichnen die "Gier" als eine der Todsünden...


So, musste raus... Für mich geht es nun weiter... Wadi Tiwi... 


Ein Wadi ist ein ausgetrocknetes Flussbett... Zur Regenzeit sammelt sich in Becken und Mulden Wasser, welches einer üppigen Vegetation zum Leben verhilft...  Das Wadi Tiwi lässt sich mit dem PKW befahren...


Am Beginn des Wadi liegt eine kleine, gleichnamige Ortschaft... Kleines Restaurant und Bank...


Freitag, 30. März 2018

Unterwegs im Morgenland - Schiffe wie vor 1000 Jahren

Klein aber robust, mit einem, zwei oder maximal drei Masten ausgestattet. Aus Holz gezimmert, gebaut für die See. Hoher, spitzer Bug, Spiegelheck, viereckiges Segel. Nicht quadratisch oder rechteckig, eher trapezförmig, damit sie höher an den Wind kommt... gebaut um Lasten zu transportieren oder Krieger... Gebaut für Seefahrer, für Eroberer, für Unerschrockene...
Die Dhau


Sur, regionales Zentrum, etwa 150 Kilometer südöstlich von Muscat mehr als 70.000 Einwohner... Einst Handelsmetropole und Hochburg des Dhaubaus. Bereits vor der Geburt des Propheten unterhielt man in Sur Handelsbeziehungen nach Ostafrika... Die Blütezeit der Stadt am Golf von Oman begann mit dem Abzug der Portugiesen etwa Mitte des 17. Jahrhunderts... Fernhandel mit Indien und / oder Ostafrika machte Sur reich, auch der mit Sklaven... der Niedergang der Stadt begann mit dem Verbot des Sklavenhandels und seiner Durchsetzung durch die Britische Krone. Mit der Eröffnung des Suezkanals sowie immer größeren Schiffen unter Dampf vollendete er sich etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Heute beherbergt Sur unter anderem auch eine Universität.


Etwa 60 verschiedene Schiffstypen werden unter dem Sammelbegriff Dhau zusammengefasst. Verbreitet war / ist dieser Schiffstyp im Bereich des Indischen Ozeans bis ins Mittelmeer. Auch die Feluka, wie sie in Ägypten genannt wird und nicht zuletzt den Nil zahlreich befährt, gehört zur Familie der Dau, einer anderen gebräuchlichen Schreibweise.  


Der weit und hoch aufragende Bugspriet sowie das platte Heck mit dem starken Achtersteven lassen die Dhau hoch an den Wind gehen und machen sie so mit den schräg am Mast getakelten Segeln äußerst Seegängig... 


Nur noch wenige Werften, sind auf den Bau dieser Schiffe spezialisiert. Sur, einst Hochburg beherbergt noch eine dieser Werften, und ein Museum für diesen Schiffstyp... 


Angehörige deutscher Berufsgenossenschaften sollten sich den Besuch ersparen... Der Bau ist durchaus traditionell und ob er deutschen Bedürfnissen an Sicherheit entspricht wage ich zu bezweifeln... Auch Buchhalter oder Kontroller eines modernen Werftbetriebes  sollten nicht so genau hinsehen... Lagerhaltung und Produktionsmethoden dürften ihnen die Haare zu Berge stehen lassen...


Allein das Ergebniss zählt... 


Und das kann sich sehen lassen... Wie sagt man so schön... "Früher waren die Schiffe aus Holz und die Männer aus Stahl... Heute sind die Schiffe aus Stahl..." Und -- wenn Straßen aus dem Mittelalter herausführen, dann hat die 17 zwischen Sur und Muscat auch das erreicht... Sur ist zumindest was seine Bauwerke betrifft im "Heute" angekommen... Die Werft sehenswert...